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Osteopathie bei Prostatabeschwerden, Unterbauch- und Leistenschmerzen

Osteopathie als ergänzende Behandlung

 

Beschwerden im Bereich der Prostata, des Unterbauchs oder der Leiste können den Alltag erheblich beeinträchtigen. Häufig bestehen Schmerzen, Spannungsgefühle oder Bewegungseinschränkungen, deren Ursachen vielfältig sein können. Deshalb sollte zunächst immer eine ärztliche Abklärung erfolgen, insbesondere bei neu aufgetretenen oder starken Beschwerden.

Die Osteopathie verfolgt einen ganzheitlichen Behandlungsansatz. Ziel ist es, Bewegungseinschränkungen des Körpers zu erkennen und zu behandeln sowie die natürliche Funktion des Bewegungsapparates und der umliegenden Gewebe zu unterstützen.

 

Wie kann Osteopathie helfen?

 

Je nach individuellem Befund können unter anderem folgende Bereiche in die Behandlung einbezogen werden:

  • Beckenbodenmuskulatur

  • Becken und Kreuzbein

  • Hüftgelenke

  • Lendenwirbelsäule

  • Bauchwand und Zwerchfell

  • Faszien des Beckens und Unterbauchs

  • umliegende Muskeln und Bindegewebe

Durch sanfte manuelle Techniken können Spannungen und Bewegungseinschränkungen behandelt werden. Ziel der Behandlung ist es, die Beweglichkeit der betroffenen Strukturen zu verbessern und den Körper in seiner natürlichen Regulation zu unterstützen.

Mögliche Anwendungsgebiete

 

Eine osteopathische Behandlung kann – nach ärztlicher Diagnosestellung und abhängig vom individuellen Befund – begleitend in Betracht kommen bei:

  • chronischen Beckenschmerzen

  • funktionellen Unterbauchbeschwerden

  • muskulären Leistenschmerzen

  • Verspannungen des Beckenbodens

  • chronischem Beckenschmerzsyndrom

  • Beschwerden nach Operationen (nach abgeschlossener Heilung)

  • funktionellen Bewegungseinschränkungen im Beckenbereich

Viele Patienten berichten über eine Verbesserung der Beweglichkeit, eine Verminderung muskulärer Spannungen und eine Erleichterung im Alltag. Der Behandlungserfolg ist jedoch individuell unterschiedlich.

 

Wissenschaftliche Erkenntnisse

 

Die wissenschaftliche Studienlage entwickelt sich weiter. Einzelne systematische Übersichtsarbeiten weisen darauf hin, dass osteopathische bzw. manualtherapeutische Verfahren bei chronischen Beckenschmerzen eine unterstützende Wirkung auf Schmerzen und Funktion haben können. Die Evidenz ist jedoch derzeit noch begrenzt, sodass weitere hochwertige Studien notwendig sind.

 

Wann sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden?

 

Bei folgenden Beschwerden sollte umgehend eine urologische Untersuchung erfolgen:

  • Fieber oder Schüttelfrost

  • Blut im Urin

  • starke oder plötzlich einsetzende Schmerzen

  • akuter Harnverhalt

  • unerklärlicher Gewichtsverlust

  • tastbare Schwellungen in der Leiste

 

Hinweis

 

Die Osteopathie ersetzt keine ärztliche Diagnostik oder Behandlung. Sie versteht sich als ergänzende Therapie und wird individuell auf den jeweiligen Patienten abgestimmt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aus rechtlichen Gründen wird darauf hingewiesen, dass in der Benennung der beispielhaft aufgeführten Anwendungsgebiete selbstverständlich kein Heilungsversprechen oder die Garantie einer Linderung oder Verbesserung aufgeführter Krankheitszustände liegen kann. Die Anwendungsgebiete beruhen auf Erkenntnissen und Erfahrungen in der hier vorgestellten Therapierichtung der Osteopathischen Medizin. Für den Bereich der Wirbelsäule, z.B. beim chronischen Schmerz-Syndrom der Wirbelsäule geht die Bundesärztekammer in der Regel von einer Wirksamkeit osteopathischer Behandlungen aus (Deutsches Ärzteblatt 2009, Seite 2325 ff.). Im Übrigen gibt es bislang keine Studien, die in wissenschaftlicher Hinsicht die Wirkungsweise der Osteopathischen Medizin  bei den zuvor aufgeführten Krankheitsbildern nachweisen.

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