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Osteopathie nach Schleudertrauma und bei Beschwerden nach Nervenirritationen

Ein Schleudertrauma entsteht häufig nach einem Auffahrunfall oder einer plötzlichen Beschleunigungs- und Abbremsbewegung des Kopfes. Dabei können Muskeln, Bänder, Faszien und Gelenke der Halswirbelsäule überdehnt werden. Manche Betroffene entwickeln zusätzlich Beschwerden, die auf eine Reizung von Nerven hinweisen, beispielsweise ausstrahlende Schmerzen, Kribbeln, Taubheitsgefühle oder ein Unsicherheitsgefühl.

Vor jeder osteopathischen Behandlung ist eine ärztliche Untersuchung wichtig. Dadurch können schwerwiegende Verletzungen wie Knochenbrüche, Bandscheibenvorfälle, Rückenmarksschäden oder andere neurologische Erkrankungen ausgeschlossen werden.

Wie kann Osteopathie unterstützen?

 

Nach abgeschlossener ärztlicher Diagnostik kann eine osteopathische Behandlung in geeigneten Fällen ergänzend sinnvoll sein. Ziel ist es, Bewegungseinschränkungen zu erkennen und die normale Funktion des Bewegungsapparates zu fördern.

Die Behandlung kann unter anderem folgende Bereiche umfassen:

  • Untersuchung der Beweglichkeit der Halswirbelsäule

  • Behandlung verspannter Nacken- und Schultermuskulatur

  • Lösung faszialer Spannungsmuster im Bereich von Kopf, Hals und Brustkorb

  • Verbesserung der Beweglichkeit der Rippen und des Schultergürtels

  • Förderung einer möglichst schmerzarmen und natürlichen Beweglichkeit

Die Behandlung wird individuell an die Beschwerden und den Heilungsverlauf angepasst. Manipulationen mit hoher Geschwindigkeit werden insbesondere in der frühen Phase nach einem Unfall nur nach sorgfältiger Abwägung eingesetzt oder vermieden.

Wissenschaftliche Erkenntnisse

 

Einige klinische Studien zeigen, dass eine individuell angepasste osteopathische Behandlung bei Patientinnen und Patienten mit länger anhaltenden Beschwerden nach einem Schleudertrauma Schmerzen, Einschränkungen im Alltag und die Lebensqualität verbessern kann. Die bisherige Studienlage ist jedoch begrenzt. Deshalb sollte Osteopathie als ergänzende Maßnahme im Rahmen eines ärztlich begleiteten Behandlungskonzeptes verstanden werden.

Wann sollte sofort ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden?

 

Eine sofortige medizinische Abklärung ist erforderlich bei:

  • zunehmender Muskelschwäche

  • Lähmungserscheinungen

  • ausgeprägten Taubheitsgefühlen

  • starken Kopfschmerzen

  • Bewusstseinsstörungen

  • Sehstörungen oder Sprachstörungen

  • Schwindel nach einem Unfall mit neurologischen Ausfällen

In diesen Situationen ersetzt eine osteopathische Behandlung keinesfalls die notwendige ärztliche Diagnostik und Therapie.

Unser Behandlungsansatz

 

In unserer Praxis erfolgt zunächst eine ausführliche Anamnese und Untersuchung. Liegen keine Warnzeichen für eine schwerwiegende Verletzung vor, kann Osteopathie dazu beitragen, die Beweglichkeit zu verbessern, muskuläre Spannungen zu reduzieren und die Rehabilitation nach einem Schleudertrauma sinnvoll zu begleiten. Die Behandlung erfolgt stets individuell und orientiert sich am aktuellen medizinischen Kenntnisstand.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aus rechtlichen Gründen wird darauf hingewiesen, dass in der Benennung der beispielhaft aufgeführten Anwendungsgebiete selbstverständlich kein Heilungsversprechen oder die Garantie einer Linderung oder Verbesserung aufgeführter Krankheitszustände liegen kann. Die Anwendungsgebiete beruhen auf Erkenntnissen und Erfahrungen in der hier vorgestellten Therapierichtung der Osteopathischen Medizin. Für den Bereich der Wirbelsäule, z.B. beim chronischen Schmerz-Syndrom der Wirbelsäule geht die Bundesärztekammer in der Regel von einer Wirksamkeit osteopathischer Behandlungen aus (Deutsches Ärzteblatt 2009, Seite 2325 ff.). Im Übrigen gibt es bislang keine Studien, die in wissenschaftlicher Hinsicht die Wirkungsweise der Osteopathischen Medizin  bei den zuvor aufgeführten Krankheitsbildern nachweisen.

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